Tonstudio / Homerecording
Hier in diesem Ratgeber findet ihr einige Informationen über den Studiobereich und das Homerecording. Den Augenmerk haben wir dabei auf den
Homerecording-Bereich gelegt. Über professionelle Studio ist schon einiges geschrieben worden und dennoch lassen sich die Großen der Szene nicht in die
Karten gucken. Doch der Bereich des Homerecording bedient sich immer größerer Anhängerschaft, im Einsteiger- und im semiprofessionellem Bereich. Immer mehr Musiker bedienen sich des Homerecording und erstellen Demotaps für Veranstalter, für die sie früher einen Haufen Geld bezahlen mussten. Und viele haben ihr Musikintressierte zum Hobby gemacht. Um schnelle Erfolge zu erzielen, ohne nötiges Hintergrundwissen, eignen sich Programmen wie e-Jay, wobei Musikkenntnisse nur beschränkt notwendig sind. Hier reicht i. d. R.
ein gutes Gehör. Doch vornehmlich finden Programme wie Cubase, Ableton, Cakewalk, Magix u. v. m., Einzug im PC-Bereich.
Wir versuchen nicht das Rad neu zu erfinden. Dennoch gibt es den einen oder anderen Tipp, den wir hier aufgreifen und über die Page weitergeben möchten. Außerdem werden wir keine Expertensprache an den Tag
legen, sondern eine verständliche Info vermitteln. Es hängt letztendlich immer davon ab, was will man machen. Willst du Aufnahmen mit Gesang (eventuell
Gesangskabine), elektronische Musik nur über PC, oder einfach nur vertonen Hörbücher o. ä. machen?
Im nächsten Kapitel versuchen wir grundlegende Komponente vorzustellen. Dann mal los!!!
Was brauche ich um ein Homestudio zu errichten
Als erstes brauchen wir einen PC, den wohl die Meisten besitzen. Auch hier ist mehr Leistung besser, als weniger. In diesem Wunderteil der Forschung kommt es auf die Soundkarte an. Und hier ist die Auswahl einer Profikarten schon zwingend notwendig.
Du musst dafür keine Tausende von Euros ausgeben, doch die Standardkarte in deinem PC ist i. d. R. nicht ausreichend. Wichtig sind da die Latenzzeiten (Tooltip). Also, niedrige Latenzzeit und
Duplexfähig, damit das eingehende- und ausgehende Signal gleichzeitig verarbeitet werden können.
Über die Midieingänge (siehe Bild Soundkarte) der Soundkarte, lässt sich ein Steuergerät (Tastatur siehe Bild 3) anschließen.
Interessant sind 2 Monitore und eine Grafikkarte mit 2 DVI Monitorausgängen (Digital Visual Interface - Digitale Schnittstelle). Cubase lässt grüßen. Wer einmal mit Cubase und 2 Monitoren gearbeitet hat, weiß wie super die Bildschirmaufteilung ist. Dennoch nicht zwingend notwendig.
Nachdem nun auch das passende Softwareprogramm aufgespielt ist, wir gehen mal von Cubase aus, kann das Midi-Keyboard angeschlossen werden. Das kann mit der Soundkarte über Midi In/Out verbunden werden.
Dann werden Plug-Ins (an Cubase angedockte Softwareprogramme VST oder VSTi) des Softwareprogramms, über die Tastatur des Keyboards angespielt. Eine Welt der Töne öffnen sich. Wenn du Musik nur im PC
erstellst willst, fehlen dir nur noch einige Plug-Ins (Plug-Ins werden installiert und betten sich in Cubase ein). Es gibt unterschiedliche Plugs für unterschiedliche Zwecke. Da gibt es ganze
Keyboardsflotten oder Effektgeräte (Hall, Kompressor usw..), die emuliert werden. Und das, je nach Geldbeutel. Natürlich gibt es auch kostenlose VST Plug-Ins zum Download.
Was fehlt jetzt noch? Ein paar passende Lautsprecher sollten in deinem Homerecordingstudio Einzug finden. Das hängt davon ab, ob du passive oder
aktive Boxen (Tooltip) anschließen willst oder musst Auch hier sollte das Preisleistungsverhältnis stimmen und wichtig, vorher anhören. Beim Aufstellen unmittelbar an eine Wand platzieren. Sie sollten im Winkel zu dir stehen und sich
vom Klang kreisförmig ausbreiten können. Beim Abhören solltest du mal durch den Raum gehen und genau hinhören, ob irgendwo unangenehme Frequenzen-Differenzen (ein leise Scheppern, Surren oder sonstiges Geräusche) auftreten. Das kann, bedingt durch die Raumbeschaffenheit,
passieren. Beim Abhören deines Mix, nicht mit Kopfhörern arbeiten. Sie sollten nur begrenzt eingesetzt werden. Höre deinen Mix nur mit deinen Lautsprechern ab. Und daran denken, das menschliche Ohr ermüdet sehr schnell. Gönne
deinen Ohren öfter eine Pause.
Solltest du dennoch mehr als nur Musik innerhalb des PC`s machen, z.B. Gesangsaufnahmen, dann wird noch das eine oder andere Gerät an Bord geholt.
Das Mischpult. Nach dem PC könnte ein Mischpult mit Amp stehen, das zur direkten Aufnahme aus der Aufnahmekabine dient. Hier gibt es eine große Viefalt. Analoge Geräte haben ausgedient und so gibt es
von 4 Kanal Digital- bis zu riesigen Pulten, alles was das Herz begehrt.
Das Mikrofon das du in deinem Kabine oder in deinem Studio platzierst. Das Signal des Mikros schickst du entweder direkt in den PC, oder, du benutzt zwischen Mischpult und PC einen Mikrofon-Vorverstärker.
Bei den Mikros muss es nicht unbedingt ein Neumann Mikro sein, aber hier machen sich schon einige hundert Euro im Klang bemerkbar.
Der Mikrofon-Vorverstärker. Du solltest ausprobieren, was zu deinem Zweck passt. Der hilft dir, tieffrequentes Brummen, Windgeräusche und andere Störgeräusch, unterhalb von 80 Hz, mit einer
"High Pass"-Funktion zu filtern. Mit dazu kaufst du Kompakt im Gerät, einen Eingangsverstärkung, eine 48 V Phantomspeisung, einen De-Esser, einen EQ und einen Kompressor. Damit lässt
sich die Stimme gut filtern.
Es ging hier in diesem Register nicht um eine perfekte Anleitungen dein Homerecoringstudio einzurichten, sondern eine kleine Orientierungshilfe über das zu geben, was du alle brauchst
um deinen eigenen ersten Song zu erstellen.
Wenn jetzt alles funktioniert, dann können wir im Register Songbearbeitung, weitermachen.
Die ersten Midispuren
Dein Softwareprogramm ist geöffnet und du spielst die ersten Midispuren ein. Logischerweise, wenn du keine Vorlage hast, dir aber eine Melodie oder ein Riff
(eine Tonfolge) im Kopf herumschwirrt, spielst du diese dann ein. Dazu eignet sich, wie unten zu sehen ist, das Masterkeyboard. Du kannst auch jede andere Keyboardtastatur nutzen, die Midifähig ist.
Das Keyboard wird per Midikabels über
Midi-In u. -Out (Tooltop), mit der Soundkarte verbunden. Als nächstes stellt in deinem Programm auf der entsprechenden
Midispur, den Midikanl ein. Wie wir wissen, stehen 16 Kanäle zur Verfügung. Nun weist vdu deiner Spur ein Plug - In zu. In Cubase ist von Haus aus der A1 Synth installiert. Mit dem kann man schon einige Sachen
einspielen. Solltest du andere heruntergeladen haben und sie bereit installiert haben, nutzt du dieses. Mit deinem Keyboard steuerst du den Plug-in an und wenn du Aufnahme drückst, werden die Controlerdaten
in deine Midispur eingeschrieben. Jeden ton den du einspielst, wird abhängig vom Programm, in Rechtecken oder Viercken als Töne angezeigt und mittels Plug-In wiedergegeben.
Warum nicht direkt die Spuren als Wavespuren einspielen?
Das liegt auf der Hand. Noch sind Wavespuren nicht so flexibel wird Midispuren. So lassen sie sich nicht einfach und ohne Klangverlust in der Tonhöhe ändern. Solltest du feststellen, dass dieser Sound dir nicht
gefällt, lässt sich dass als Midspur einfach ändern. Dann wäre da noch die Tonläge und die Geschindigkeit deines Songs. Alles Punkte, die dafür sprechen, recht lange mit Midispuren zu arbeiten.
I.d.R. liegen auf der Spur 2, der Bass und auf der Spur 10, die Drums. Alle anderen Spuren kannst belegen wie du willst.
Midispuren bearbeiten
Wird z.Zt. nicht weitergearbeitet......
Equalizer
Mit dem Equalizer besteht die Möglichkeit in jedes Frequenzband einzugreifen. Er ist das meistgenutzte Effektgerät im Studiobereich. Mit ihm werden Töne,
die hörbarer werden sollen, angehoben, und die Töne die unangenehm stören, weggefiltert. Wer es versteht damit umzugehen, der bringt Luft in jede Aufnahme.
EQ >>>

- Grafischer - Mehrband - Equalizer
Kompressor/Dymamikprozessor
So gut wie kein Signal bleibt heute in einem professionellen Studio unbearbeitet auf Band, Harddisk oder Festplatte. Obligatorisch und zu einem hohen Prozentsatz mitverantwortlich für einen
professionellen Sound ist hier der Kompressor: Ein Effektprozessor, der die Verständlichkeit von Vocals oft erst ermöglicht und einem fertigen Mix noch den nötigen Punch verleihen kann. Der Kompressor
ist ein Gerät, welches den Dynamikumfang, also die Differenz zwischen dem lautesten und dem leisesten Pegel eines Audiosignals, erfasst. Nun wird durch den Threshold, der vorher festgelegt wird,
die Dynamik im oberen Bereich beschnitten. Das komplette Signal was nun leiser ist, kann in der Gesamtheit angehoben werden. Dadurch wird mehr vom Signal wahrgenommen. Viele Kompressoren enthalten zusätzlich
einen Limiter. Limiter siehe unten. Kompressoren werden sowohl für Einzelsounds (Vocals, Gitarren, Bässe, Drums etc..), als auch für den Gesamtmix eingesetzt. In jedem Falle ist ein Kompressor für eine
gute Soundqualität bei Live- und Recordinganwendungen unerlässlich.
Limiter
Der Limiter eignet sich super dafür, eine digitale Übersteuerung zu verhindern. Geschickt in jeden Kanal oder Subgruppe (Zusammenfassung einzelner Kanäle) eingesetzt, werden Spitzen vermieden.
Ähnlich dem Limiter ist der Clipper, nur der spricht schneller an.
Gater
Gater und Expander arbeiten umgekehrt, wie ein Kompressor. Entgegen dem Kompressor, der nach Erreichen des Schwellenwertes (Threshold) abschaltet,
schalten Gater und Expander bei unterschreiten des Schwellenwertes ab. Auch dieses Geräte finden sie vielfach in Multigeräte wieder.
Limiter - Gater >>>

- Limiter Gater von Behringer
De-Noiser
Der De-Noiser ist im Grunde ein Entrauscher. Da der De-Noiser in den Hochfrequenzbereich eingreift und Höhen abschneidet, enthalten vielen De-Noiser, Enhancer, die die Obertöne wieder hinzumischen.
der De-Noiser sollte nur als letztes Mittel eingesetzt werden und eignet i. d. R. sehr gut in einzelnen Kanälen.
De-Noiser >>>

- De-Noiser
De-Esser
Der De-Esser filtert konsequent alle Zischlaute (Es-Laute) aus einer Produktion. Da wird natürlich auch an den Höhen etwas weggeschnitten werden. Auch hier heißt es,
hinhören was der De-Esser macht.
De-Esser >>>

- Tascam De-Esser
Loudness Maximizer
Der Loudness Maximizer ist ein digitaler Kompressor/Limiter, zur Erreichung der optimalen Lautheit der Aufnahmen. Doch leider wurden diese Prozessoren in den letzten Jahren übermäßigen eingesetzt.
Gemäß dem Motto. Mein Musikstück ist aber lauter im Radio als deins. Doch zum Glück rudern viele wieder zurück. Den Musik heißt genießen und nicht mit Lautheit erschießen.
Loudness Maximizer >>>

- DSP Loudness Maximizer
Exciter
Der Exciter bringt hochfrequente Anteile (Obertöne) in das Signal (Ton). Vielfach sind Exciter in Multigeräten, in dem sich dann auch ein Kompressor o. a. Geräte befinden.
Für glanzlose Passagen, ein Muss Dennoch, zu viel wirkt unnatürlich und nervt mit der Zeit.
Exciter >>>

- Exciter
Enhancer
Wenn mal die Brillanz fehlt, eignet sich der Enhancer optimal. Er mischt dem Signal, Obertöne hinzu. Im Grunde sucht der Enhancer den Grundton heraus und mischt ihm nach oben hin, Oktaven hinzu.
Dadurch ergibt sich ein helleres und brillanteres Klangbild. Ein Signalprozessor, den man geschickt einsetzen sollte.
Enhancer >>>

- Behringer-Bass-Limiter-Enhancer Bodengerät
Vocoder
Der Vocoder wird vielfach im Bereich Gesang (erzeugt z. B. Roboterstimmen) genutzt. Zumindesten kann damit die Sprachverständlichkeit verbessert werden.
Es wird natürlich auch damit experimentiert und an Instrumenten angeschlossen, die nicht unbedingt für dieses Effektgerät vorgesehen sind. Und daher , ideal als Spezialeffekt zum experimentieren.
Vocoder >>>

- Roland Vocoder
Sequenzer
Der Sequenzer wird zum Aufnehmen und Arrangieren der Musik eingesetzt. In ihm werden Midi- oder Wavespuren verarbeitet und können dann durch Plug-Ins zu Ausgang geroutete werden.
Sequenzer >>>

- Cubase Sequenzer

- Cubase 6.0
Hall oder Reverb
Darf es etwas trockener sein, wird der Hall in den letzten Jahren nicht mehr stark eingesetzt, wie es noch gnadenlos in den vergangenen Jahrzenten gemacht wurde. Der Hall emuliert Reflexionen und
vermittelt damit Raum und Größe. Bei Sprachaufnahmen ist er unumgänglich. Er macht erst aus der Stimme eine Gesangsstimme. Beim richtigen Einsatz, kann das Signal in deinem Mix, wie eben im Chor,
wunderbar nach hinten transportiert werden. Oder es werden, wie es öfters in 70ger Discoaufnahmen gemacht wurde, ein Instrument in ein Zimmer gepackt. Der Zuhörer bekam das Gefühl, dass das Instrument
aus einem dahinterliegenden Zimmer kommt (Höre mal bei "Funky Town" rein).
Bei dem Preis kann ein Gerät der unteren Klasse im Homerecording nie die Qualität erreichen, wie es bei teuren Geräten so ist. Denn Hallprzessoren können richtig teuer sein und da musst du abwegen:
"Wie rechnet sich der finanzielle Aufwand für mich".
Früher hatte man Hall mit Hallfedern erzeugt, was sich so anhörte, als würde man in eine Tonne singen, das hat sich mit der heutigen Elektronik alles geändert. Da hören sich die an Bord befindlichen
Hallgeräte von Cubase schon nicht schlecht an.
Hall / Reverb >>>

- Lexicon PCM 92 Hall.
- Die wichtigsten Einstellmöglichkeiten eines Hallgeräte. Bei teureren, können noch mehr Funktionen vorhanden sein.
- Pre-Delay - Vorverzögerung. Das ist die Verzögerung, nachdem die ersten Reflexionen eintreten.
- Room-Rize - Raumgröße.
- Decay - Länge des Nachhalls
- Damping - Abdumpfung. Hier kannst du den abnehmendem Effekt dumpfer gestalten.
- Ton - Grundfarbe einstellen. Mit Grundfarbe ist dumpf oder hell gemeint.
LC Nummer und GEMA
Der Label-Code dient zur Vereinfachung der Abrechnung gegenüber den Verwertungsgesellschaften (GEMA etc..) und ermöglicht eine präzise Erfassung der gespielten Sendeminuten (TV, Radio etc..) der Musik.
Der Code teilt den Sendeanstalten und -unternehmen mit, dass für den jeweiligen Tonträger das Recht zur Ausstrahlung in Medien erteilt wurde. Ob eigene oder gecoverte Musik, sie muss bei der GEMA
angemeldet werden. Natürlich können nachgespielte Lieder nur mit der Erlaubnis der Person, die die Rechte an dem Stück hat, auf CD gepresst werden. Der Label-Code wird kostenpflichtig von Presswerken
oder Tonstudios, i. d. R. kostenpflichtig, verliehen.
Labelcode - GEMA >>>

- Labelcode

- GEMA
Alle o. a. Geräte gibt es als externes Effektgerät und als Plug-In für den PC.